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Die armen Schweine von Grenchen

 
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M.M.Hanel
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Beiträge: 502
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BeitragVerfasst am: Do 26 Sep, 2013 11:55    Titel: Die armen Schweine von Grenchen

Die armen Schweine von Grenchen.


von Amira Hafner-Al Jabaji, Samstag, 26. November 2011 um 10:41


Zitat:
Michael Muhammad Hanel Ausgezeichnet, liebe Amira ... sag, ist diese Notiz öffentlich, damit man einen LINK drauf setzen kann? Hätte das gerne im GSIW Newsletter getan.
vor 19 Stunden · Gefällt mir.

Amira Hafner-Al Jabaji Danke Muhammad! Ja ist öffentlich und ich bitte sogar ums Teilen! Vielen Dank!


http://www.facebook.com/notes/amira-hafner-al-jabaji/die-armen-schweine-von-grenchen/10150372814371326?notif_t=note_reply

Wir erinnern uns an die SVP-Hetze vor einigen Wochen: „Kosovaren schlitzen Schweizer auf.“ Subjekt – Prädikat – Objekt. Simpler Inhalt spiegelt sich in sprachlicher Einfachheit. Subjekt sind die Täter, Objekt die Opfer, das Handeln ist im Aktiv formuliert.

Wir erinnern uns an die Schlagzeilen vor zwei Wochen: „Moschee-Bauland mit Schweinefleisch „kontaminiert"“‎(aare24.ch), „Schweinekadaver auf Moschee-Gelände vergraben“ (Tagesschau SF). Kein Subjekt, keine Täter, und wenn doch, dann sind es „Unbekannte“ (NZZ), die nicht näher zu bezeichnen sind. Wo keine Täter, da auch keine Tat. Die Schweine selbst werden zu den Tätern, die den Boden verunreinigen. Die Tat selbst im Passiv formuliert. Opfer und somit Objekt sind nicht Menschen, nicht Muslime. Nein, der zu bebauende Boden ist Ziel der Tat.

So wirkt Sprache. Entweder scharf bestimmend, deutungsfrei und apodiktisch oder wage, schwammig, verharmlosend. Sprache ist Spiegel des Denkens und der Haltung. Die inhaltliche Berichterstattung „zum Vorfall“ unterstreicht die Mainstream-Optik. Da wird die Frage, ob denn nun aus islamischer Sicht das Land für den Moscheebau noch taugen würde, ins Zentrum gesetzt und nicht, wie es zu erwarten wäre, die Tat und ihre kriminellen Verrichter. Es ist die Optik der Täter, die von den Medien übernommen wird. Das Bekennerschreiben wird mindestens auszugsweise veröffentlicht. Die Kriminellen dürfen sich sich einer hohen Publizität ihres kranken Hasses und ihrer „Protestaktion“, die nichts anderes als Selbstjustiz eines Mobs ist, gewiss sein. Sie selbst und ihre niederträchtige, rassistisch und muslimfeindlich motivierte Handlung sind kaum eine Zeile wert.

Wir erinnern uns an den Anschlag und das Massaker in Norwegen, an die Meldung in der letzten Woche, dass die muslimfeindlichen Straftaten in den USA innert eines Jahres um die Hälfte zugenommen haben, an zehn kaltblütige Morde in Deutschland, verübt durch Rechtsradikale vornehmlich an Türken.

Es ist Zeit Tachles zu reden, die Dinge beim Namen zu nennen und die richtigen Fragen zu stellen! Wie gross ist die kriminelle Energie, die die Täter aufwenden, um ein legales wie legitimes Anliegen von Muslimen zu torpedieren? Diesmal wurden „nur“ Schweine geopfert und Land geschändet. Was kommt als Nächstes? Ob solchem müsste nicht nur jedem Muslim in diesem Land, sondern jedem Menschen mit dem geringsten Funken an Unrechtsbewusstsein das Blut in den Adern gefrieren.

Niemand will etwas gesehen haben. Niemand will etwas wissen. Die Suche nach den Tätern sei äusserst schwierig, sagt die Polizei. Keiner kennt die armen Schweine. Wären sie als Steak auf den Tellern, anstatt als Kadaver auf dem Boden gelandet, könnte ihr Weg lückenlos von ihrer Geburt bis zur letzten Metzgereiverkaufsstelle zurückverfolgt werden.

Wir erinnern uns: Niemand wollte etwas gesehen haben. Niemand wollte etwas wissen.

Das Bekennerschreiben, trägt den Poststempel vom 10 November.

Wir erinnern uns: Am selben Datum vor 73 Jahren brannten in der „Reichskristallnacht“ in ganz Deutschland Synagogen.
_________________
Wassalam
M.M. Hanel
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