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BUCH REZENSIONEN
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M.M.Hanel
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:42    Titel: BUCH REZENSIONEN

RADIKALE REFORM
das neue Buch von TARIQ RAMADAN


Die Botschaft des Islam für die moderne Gesellschaft


Rezension von Muhammad Hanel




Bevor ich beginne, einige Stimmen zum Buch:

Diederichs Verlag:
Allen Fanatikern und Reaktionären zum Trotz entwickelt Tariq Ramadan eine Lesart des Koran, die nicht nur Freiheit und Würde des Einzelnen betont, sondern auch Glaube und Vernunft versöhnt.
An zahlreichen Beispielen demonstriert er die Grundsätze einer modernen islamischen Ethik, die den Menschen aus den Fängen eines gewissenlosen Fortschritts befreit.

M.M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
... darum, "viel Ehr", denn Fanatiker und Reaktionäre machen leider Gottes die Mehrheit in unseren Gesellschaften aus, lassen wir die "Lauen" mal außen vor ... die sich letztlich ja doch nur zu einer dieser beiden Gruppen schlagen.
(Ich war seit meiner Lektüre von Hermann Hesses "Siddharta", immer schon ein Fan von Diederichs Verlag Smile )


Der Spiegel
Einer der wichtigsten Vordenker des Islam
M.M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
Erstaunlich diese Erkenntnis des Spiegels - soll uns Bruder Tariq nun suspekt gemacht werden? Wink Wäre ich Tariqs Großvater - ich wäre bei aller Bescheidenheit, Zurückhaltung und Demut - doch stolz auf ihn.


New York Times
Der Prophet der Mäßigung
M.M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
Auch wenn er kein Prophet ist, (s)bricht er der rechten Tradition des Islam - dem Weg der Mitte - die scharfe (intellektuelle) Lanze (der Lisan). Shocked Was mag das wieder heißen?


Nina zu Fürstenberg
Ramadan ist ein unbequemer Querdenker, der sowohl uns als auch die traditionellen islamischen Gruppierungen und den politischen Islam vor neue Herausforderungn stellt.
M.M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
Gräfin spricht ein wahres Wort gelassen aus. Hochachtung, Gräfin!


Beginnen wir, wie sich das gehört, mit dem Beginn, dem Titel.
Intellektualität zeichnet sich aus durch Genauigkeit und Prägnanz. Sie ziemt sich für den Schreiber, doch nicht minder für den Leser, will er - natürlich auch sie - den rechten Nutzen aus der Lektüre ziehen.

Nicht lautet der Titel, "Die Botschaft eines modernen Islam für die heutige Gesellschaft" oder dergleichen, nein!

Die BOTSCHAFT des ISLAM für die moderne Gesellschaft - sie lautet IMMER gleich, denn sie steht und bleibt unverändert verzeichnet im BUCH, Al-Furqan und in den Büchern. Das Verständnis allerdings, welches dieser Botschaft entgegengebracht wird, das ist durchaus der Entwicklung und Veränderung anheim gegeben. Vor allem für eine moderne Gesellschaft, einer sozusagen globalen Gesellschaft, die sich aus vielen Gesellschaften entwickelt und sich mit diesem "Letzten Testament" konfrontiert sieht.

Der ISLAM und die MUSLIME, zum "Gott sei bei uns" (- paradoxerweise möchte man fast sagen, "im wahren Sinn des Wortes", nicht dem "traditionellem Sinne" nach -) für die moderne Gesellschaft geworden, sind KEINE Bedohung für westliche Demokratien. Doch "Demokraturen", "Raubtiersysteme, kapitalistischer, kommunistischer, absolutistischer und anderer -istischer Natur" - sie, ganz zu Recht fürchten sie um ihren Fortbestand!

Und eines sei doch auch gleich zu Anbeginn gesagt.

Tariq Ramadan ist KEIN Vertreter eines "Euro-Islam" - solche zweifelhafte Ehr' belassen wir doch unserem lieben Bassam Tibi - noch wünschte man, dass er zu einem solchen würde.

Tariq Ramadan ist europäischer Muslim! Das ist alles.

Der Allmächtige gab ihm nicht nur gewaltiges Erbe, sondern auch die Gelegenheit in geistiger Ungezwungenheit und Freiheit dieses Erbe zu hegen und zu pflegen und keiner Herrschaft als Tribut und Fron zu überlassen. DAFÜR SEI GEDANKT!

Auch wenn man meinen mag, TR plädiere für eine "Transformation des Islam", so widerspreche ich und meine:
Tariq Ramadan plädiert für eine Transformation menschlichen Verständnisses bezüglich ewiger Wahrheiten.
Ich meine, TR maßt sich weder an, den ISLAM - eine - der Schöpfung von Gott verliehene - Grundveranlagung - zu verändern, noch fiele es ihm jemals ernsthaft ein, das Buch Gottes zu verändern und ganze Passagen daraus außer Kraft setzen zu wollen, wie dies ja - so hört man - nicht nur von sogenannt modernen Muslimen ("Euro-Muslimen"? Embarassed ) gewünscht wird.

Nein, TR nicht nur Kind seines Stammes, sondern auch Kind dieser Epoche, greift (sich) selbst-bewusst zurück auf seine Talente, Fähigkeiten, Kenntnisse und Begabungen, um den Weg zum Ewigen - der IMMER ein neuer und nicht endender Weg war, ist und bleiben wird - im stets heller werdenden Lichte zeitlichen Denkens, welches aus der Flamme der Erfahrungen aus Vergangenheiten, der Leiden, Verluste und Siege der individuellen, wie auch kollektiven Geschichte dem Aufmerksamen erstrahlt, zu beschreiten.

DARIN liegt sein Verdienst - das EWIGE, niedergelegt und nahegebracht in der Offenbarung Muhammads, des letzten Propheten - widerhallend in jeder wahren Tradition - bekennend und gleichzeitig erkennend, dass Gegenwärtiges gar nicht anders kann, als Abglanz dieses Ewigen zu sein und deshalb nicht in Widerspruch zu ihm steht, ja stehen kann, sondern in geziemende Form und Position gebracht werden will. Dies ist sein Bemühen, seine große Anstrengung, sein Verdienst.

Dies soweit zum Klappentext.

Nun will ich beginnen dieses Buch zu lesen, um Euch und Ihnen anschließend daraus zu berichten.

M.M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
Mit erprobtem Gespür hat Diederichs Verlag erneut mit Tariq Ramadans "Radikale Reform" ein Werk veröffentlicht, welches den Ausweg aus der umfassenden Agonie muslimischer Gemeinschaften im Bemühen nach zeitgemäßer Umsetzung islamischer Rechtsauffassung aufzeigt. Dieses Werk wird aber auch dazu beitragen, die maßlose, respektlose Arroganz mancher, nur bipolar, auf diabolische Weise denkender (nicht nur westlicher oder nicht muslimischer) Menschen zu entlarven.
Ramadans Reform ist tatsächlich zutiefst radikal, da sie fordert, die Quellen der Grundlagen islamischen Rechts (Scharia) und der Jurisprudenz (Fiqh) frisch zu überdenken, ein neues Gleichgewicht zu schaffen und – den Autoritätsschwerpunkt innerhalb des Islam zu verschieben.
Damit wird diese Reform auf einigen, nicht zu knappen Widerstand aus dem Lager "Ewiggestriger" treffen – doch auch Galileo Galilei musste solchen an eigenem Leibe verspüren – und heute haben seine einstigen Gegner zutiefst zu bereuen.
Das Grundprinzip seiner Reform muslimischen Verständnisses liegt darin, der Existenz des Göttlichen, Seiner Ein- und Einzigkeit (Tauhid) und Seiner Verständigung mit der menschlichen Welt durch zwei Bücher - die Schrift und das Universum – zu einem neuen, zeitgemäßen, aktuellen und weiterführenden Bezug zu verhelfen.
In dieser Erweiterung jener Quellen, aus welchem islamisches Recht schöpft, liegt nicht eine treulose Abkehr von den religiösen Traditionen. Nein, ganz im Gegenteil. Diese Ansicht, dieser Weg (Scharia) ist im Qur'an selbst deutlich angelegt. Ja, die ersten offenbarten Verse (Ayat) selbst, weisen schon von Beginn der Offenbarung diesen einst begangenen, doch längst vergessenen Weg.
"Radikale Reform" eine Pflichtlektüre nicht nur für Muslime, welche ihren Heilsweg in einem entschlossenem Dschihad sehen, die Tradition auf glaubenstreue Art zu hinterfragen, Sinn entleerte Praktiken zu überdenken, Ziele neu zu definieren und die etablierte (geschützte) Macht der Gelehrten sowie deren Autorität herauszufordern und der Gemeinschaft (Ummah) tatkräftig und kundig neuen, wahrhaftigen Lebensgeist einzuhauchen.
Tariq Ramadans Buch, seine Ansätze erinnern an: "Sie tanzen an des Vulkanes Rand – doch mindert dies des Tanzes Freude?"
Und jene, die meinen Tariq Ramadan wäre ein "Wolf im Schafspelz" seien gefragt: "Verwechselt ihr das nicht mit: "Homo hominis lupus est?""


Siehe auch die Kommentare zu den arabischen Fachbegriffen. http://www.islamheute.ch/RadikaleReform.xls[img][/img]
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M.M. Hanel


Zuletzt bearbeitet von M.M.Hanel am Sa 05 Apr, 2014 08:46, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:44    Titel:

Muhammad Hanels Rezension zu Muhammad ASAD "Der Weg nach Mekka"

M.M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
Murad Wilfried Hoffmann schreibt dazu: "Kein anderes Buch außer dem Koran selbst hat jemals mehr Menschen den Weg zum Islam gewiesen."

Wenn auch aus diesen Worten ein wenig jener exzellente Dünkel spricht, welchen wir, die deutsche Sprache zelebrierenden Verehrer des geschriebenen Wortes des manchen pflegen, so mag dieses Zitat sich möglicherweise als ungewollte Prophezeiung erweisen.

ASADS Buch ist nicht einfach eine Biografie eines eigenwilligen Juden, welcher seine religiösen Wurzeln verleugnet und vorgeblich seinen angestammten Traditionen den Rücken kehrt – vielmehr ist es tatsächlich eine sprachlich kaum zu überbietende Wegbeschreibung geradewegs ins Zentrum, in die Mitte, ins HERZ eines jeden nach wirklicher Wahrheit dürstenden Wanderers. Eine berührende, ergreifende Wegbeschreibung zur einzig möglichen Heimstatt, welche sich die absolute, transzendente eine, göttliche Individualität als Thron für die Herrlichkeit ihrer Allmacht erwählen mochte.

Dieses Buch ist ein mit liebender Präzision und Einfühlsamkeit gefertigtes Schatzkästchen, welches Perlen von Weisheit, tiefem Wissen, aufrichtiger Einsicht, und noch vieler anderer kostbarer menschlicher Tugenden in sich birgt, deren Anblick alleine lehrt, dass Schönheit wirklich göttlichen Ursprungs ist.

Ich kann mir nicht verwehren, einige dieser Kleinodien hier vor dem geistigen Auge des Lesers auszulegen.

Wie eindringlich wird die Einsamkeit, die Unverbindlichkeit allen Mühens des im Westen lebenden Menschen beschrieben, wenn Muhammad Asad, brusttief, in sternerhellter arabischer Nacht in einem dunklen Brunnen mitten in der Wüste stehend, reflektiert: "Die Belange des Abendlandes … sie liegen mir so fern, dass es mir schon schwerfällt für die europäischen Zeitungen zu schreiben … denn sooft ich für sie schreibe, ist mir, als würfe ich einen Stein in einen bodenlosen Brunnen: der Stein versinkt in der dunklen, unsichtbaren Tiefe und nicht einmal ein Echo schlägt empor, mir zu verkünden, ob er sein Ziel erreicht hat …"

Wie menschlich spannt der Autor den Bogen vom schicksalhaften Weg seines Urahns Abraham zur Wanderschaft durch das eigene Erleben, lässt uns einige Zeilen weiter teilhaben am kindlich unschuldigen Erfahren sinnlicher Eindrücke, schenkt uns ein Erinnern an unser eigenes Staunen, als wir als Kinder in die für uns gänzlich unbekannte, gar verführerische Welt des Erwachsenwerdens uns hineintreiben ließen.

Auf den Punkt gebracht, erschließt er uns Erkenntnis, wenn er in Erinnerung an seine Suche nach wahrhafter Identität als junger Student schreibt: "Die Wissenschaft sagte: "Erkenntnis ist alles" – und vergaß dabei, dass Erkenntnis ohne sittliches Ziel nur zum Chaos zu führen vermag."

Eine Seite weiter wird kurz, prägnant – Geist erhellend die Ära nach dem ersten Weltkrieg, der Geburtsstunde metaphysischer Spekulation in den Cafehäusern europäischer Metropolen beschrieben, der Geburtsstunde nihilistischer Psychoanalyse, verkrampfter Visionen jenseits von Gut und Böse, der Ausbruch aus der moralischen Enge des neunzehnten Jahrhunderts in die Freiheit des Körpers und in anschließende, schal schmeckende Ernüchterung.

Wie schmeckt man den irdischen Wüstenwind und fühlt die geistige Verbundenheit der zwei Männer auf ihren Kamelen durch das weite Sandmeer reitend und beginnt die Verschmelzung menschlicher Widersprüchlichkeit zu wahrem Menschsein zu begreifen. Doch lassen wir Muhammad Asad und seinen treuen Begleiter Zayd selbst sprechen.

"Du bist launisch wie ein badaui … wie ich selbst. Ändern wir denn unsere Entschlüsse unter dem Einfluß von Dschinnen? War es vielleicht ein Dschinn, der mir vor vier oder fünf Jahren jenen plötzlichen Entschluß einflüsterte, zu dir nach Mekka zu ziehen – und dir jetzt den Entschluß eingab, wieder nach Mekka zu wandern? Oder lassen wir beide uns solcherart von den Winden umhertreiben, weil wir nicht so recht wissen, was wir wollen?"
"Nein, Zayd – wir beide, du und ich, erlauben es den Winden, uns umherzutreiben, gerade weil wir wissen, was wir wollen: unsere Herzen wissen es immer, auch wenn unsere Gedanken manchmal zu träge sind, um ihnen gleich zu folgen – aber am Ende holen die Gedanken die Herzen doch ein, und dann kommt es uns vor, als hätten wir einen neuen Entschluß gefasst …"


Doch der fast schwärmerisch zu nennenden Worte sei es nun genug und des Lesers Zeit sei besser investiert dies Buch sich zu besorgen.
Diese Wegweisung eines wahrhaften Menschen, eines Muslims in die Mitte jedes Lesers eigene Selbst. Diese Reise auf sich zu nehmen lohnt gewiss und der Allmächtige begleite Euren Weg!

Hanel, 9.10.09


Ein zum Islam konvertierter Jude wollte die muslimische Welt verändern.
„Der Weg nach Mekka“ (Arte, Samstag, 23.15 Uhr) rekonstruiert den Lebenslauf eines gescheiterten Idealisten.
VON THOMAS TRAPPE

http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/sie-verdienen-diese-religion-nicht/

Ein Leserbrief:

Zitat:
16.10.2009 14:25 Uhr:
Von Marti:
An der Uni Tübingen verkauft man ahnungslosen Studenten die Reformansätze Asads immer noch als "den Islam", weil die Profs nicht zugeben können, dass ihr Multikulti-Traum gescheitert ist.

Also macht man weiter mit der alten Lebenslüge von der kurz bevorstehenden großen Islamreform, die alle Probleme lösen wird.

Hat nicht damals, kurz vor dem Zusammenbruch Zara Leander gesungen: "Ich weiß es wird einmal ein Wunder geschehen!"


M.M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
Muhammad ASADs Ansatz sind keine Reformansätze, sondern die Ergebnisse eines wahrhaften Menschen, die von Gott dem Menschen gegebene Verfassung in sich selbst, in der Schöpfung und in der Offenbarung frei zu legen, zu begreifen und anderen Menschen (in seinen Hauptwerken "der Weg nach Mekka" und "Die Botschaft des Korans") begreiflich zu machen. Dass viele dies nicht begreifen (wollen), ist durchaus begreiflich.

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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:47    Titel:

DER ISLAM

Sehr geehrte Damen und Herrn!


Als FAY - Austria (Verein) haben wir in den vergangenen Monaten das Buch "Der Islam" publiziert.


Daten zum Buch:
* Hardcover
* FADENBINDUNG
* 648 Seiten
* Format: 17 x 24 cm


Nicht nur Informationen zum Islam, auch zu den anderen Religionen finden sie in diesem Buch. Das Buch ist für diverse Veranstaltungen (z.B. Tag der offenen Moschee, Dialog Veranstaltungen usw.) sehr geeignet und gut zu Verkaufen.


Das Buch beinhaltet nicht nur Informationen zur KULTUR, GESCHICHTE und LEHRE des Islams. Auch finden sie Antworten auf diversen Fragen bzw. zu Themen, welche in der letzten Zeit sehr oft in Verbindung mit Islam gestellt bzw. diskutiert werden, wie z.B.:

* FRIEDE IM ISLAM
- Verteidigungsrecht und Djihad
- Selbstmord und Terrorismus
- Feindbild

* MENSCHENRECHTE

* ISLAM UND CHRISTENTUM

* FAMILIE IM ISLAM
- die Rechte der Frauen
- die Ehe im Islam
- das Kopftuch
- Erbrecht
- usw.

* WIRTSCHAFT IM ISLAM
- Wirtschaftsethik, -theorie und -politik
- Zinsen/Riba
- die Oberziele der islamischen Wirtschaftsordnung
- Versicherung, Testament, Erwerbstätigkeit im Islam
- usw.

* WISSENSCHAFT IM ISLAM
- Wissenschaft im Quran
- Beiträge der Muslime zur Wissenschaft
- Islamische Kultur und christliches Europa
- der Einfluss der Muslime auf das Abendland
+ Geographie
+ Heilkunde
+ Mathematik
+ Astrologie
+ Landwirtschaft und Botanik...

* KUNST IM ISLAM
- künstlerische Baugestaltung
- Architektur
- Mosaik
- Malerei

* NATUR UND UMWELT IM ISLAM


Außerdem wird auch darüber informiert, wie der Islam nach Europa kam und sich entwickelt hat. Nach unserem Wissen ist es das erste Buch, welches mit dem Titel "DER ISLAM" so viele Informationen beinhaltet.

Im Anhang finden sie noch ein paar wichtige Informationen zum Buch (Autor, Inhalt, Preis usw.).


Wir würden uns über eine Bestellung sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen


FAY Austria

E: info@fay-austria.com
T: +43 650 888 0700



--
Abdi TASDÖGEN
Generalsekretär

T: +43 650 888 0700 | E: abdi@gmx.at - aif.gs@gmx.at

A-6800 Feldkirch, Illstr. 13/1 (Privat)
A-6800 Feldkirch, Amberggasse 10a (Büro
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:48    Titel:

Abhandlung über die Liebe
von Ibn Arabi

http://www.amazon.de/gp/product/3905272741/ref=cm_cr_rev_prod_img

Muhiyuddin Muhammad ibn Arabis Buch, "Mekkanische Offenbarungen" mag wohl als sein Hauptwerk betrachtet werden. Das hier vorliegende, fast 280 Seiten zählende Buch, "Abhandlung über die Liebe", von Maurice Gloton mit großer Sorgfalt und Einfühlungsvermögen ins Deutsche übersetzt und vom Chalice Verlag herausgegeben, ist das Kapitel 178 aus Ibn Arabis Opus Magnum und vielleicht sogar das Herzstück daraus.

Ist doch des Meisters Religion, der Islam, zur Gänze der Liebe zum Urquell allen Seins, dem Schöpfer aller Welten verpflichtet und verbunden.

Natürlich ist es eine schier unmöglich anmutende Aufgabe, die mystische, die Allegorie in all ihrem Reichtum verwendende arabische Sprache al-Arabis in irgendeine andere Sprache und sei diese auch noch so differenziert, wie es das Deutsche ist, zu übertragen.

Doch ist es dem Übersetzer, dem man seine Liebe, ja Hingabe an die Thematik anspürt, auf seltene Weise gelungen, durch die Wahl und Anordnung seiner Worte auch im Gemüt des Lesers Saiten zum Erklingen zu bringen, welche ihn die wahrhaftige Bedeutung wirklicher, selbstloser Liebe in zart erfühltem Schmerz erahnen lässt.

Solcherart berührt, drängt es den Leser gleichsam, das bislang unberührte Gebiet sehnender Liebe zum Ewigen und dessen Liebe zum Vergänglichen weiter und weiter zu erforschen und sich der staunenden Betrachtung der Wortgemälde Ibn Arabis auszuliefern. Nicht selten wird es geschehen, dass der Leser - natürlich auch die Leserin - das Buch niedersinken lässt, um den aus der Lektüre gewonnen Anstoß aufzunehmen und in eigenen Gedanken fortzuspinnen , weiter und weiter ... bis ... um sich abrupt aus den Tiefen des eigenen, im Staunen verlorenen Selbst wieder zu erretten, die Lektüre wieder aufzunehmen, um von den, zu Buchstaben gewordenen Lippen des Meisters, so gut dies eben auf diese Weise möglich ist, in die Geheimnisse wahrer Liebe eingeweiht zu werden.

Dieses Buch ist ein Buch für Liebende und solche die dies wirklich werden wollen.

In der Liebe NUR ist die Einheit zu finden

Rezension: Hanel
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:49    Titel:

http://www.bundestag.de/dasparlament//2010/10/PolitischesBuch/28879438.html

Aschot Manutscharjan
Klischees und ihre Korrektur
WELTPOLITIK


Der Soziologe Marc Juergensmeyer sieht die Welt auf dem Weg in einen religiös motivierten »globalen Krieg«. Für den Politikwissenschaftler Kai Hafez ist dieses Szenario keineswegs so unausweichlich
Es scheint, als habe Mark Juergensmeyer 20 Jahre nach Interviewpartnern gesucht, die seine Thesen bestätigen: Ja! Es gibt einen Anstieg der religiösen Gewalt, die sich globalisiert. Dabei handelt es sich bei Juergensmeyer gar nicht um einen Journalisten, der unbedingt wörtliche Zitate benötigt, sondern um einen Soziologie-Professor, der als Direktor des Orfalea Center for Global and International Studies an der University of California in Santa Barbara tätig ist.

Zu viel Verständnis

Seinen Gesprächspartnern, insbesondere den radikalen Mullahs, bringt der Autor viel Verständnis entgegen. Letztlich unterstützt er in seiner farblosen Studie Samuel P. Huntingtons Thesen vom "Kampf der Kulturen". Selbst noch den unbedeutendsten Konflikt auf regionaler Ebene wertet der Wissenschaftler als Beleg für religiös motivierte Gewalt und als ein weiteres Beispiel dafür, dass Globalisierung und religiöse Gewalt einander bedingen. Am Ende landen die unterschiedlichsten Phänomene in Juergensmeyers Eintopf: die neue Evangelisierungswelle in den USA und die Terroraktivitäten der Aum-Endzeitsekte in Japan, die Vorbehalte gegen Ausländer in Europa und die Religionsfreiheit im post-sowjetischen Raum, Tschetscheniens Unabhängigkeitskrieg und die Herrschaft der Taliban in Afghanistan, das kommunistische Regime in Nordkorea und der aufkeimende Hindu-Nationalismus oder der militante Zionismus und die sogenannten "Aufständischen im Irak".

Juergensmeyers Fazit lautet: Religiöse Kräfte haben die säkulare Politik zunächst auf lokaler Ebene herausgefordert, um schließlich in einer "globalen Rebellion" zu gipfeln. Es handle sich nicht nur um eine "bloße Anomalie", sondern um einen neuen "globalen Feind". Dabei sind seine Argumente für einen "globalen Krieg" letztlich gegenstandlos. Erschwerend kommt hinzu, dass er laviert und sich selbst widerspricht: Am Ende hat nach Ansicht des Professors nicht immer nur die Religion die Konflikte ausgelöst, tatsächlich seien für Krieg und Gewalt die ungerechten sozialen Verhältnisse sowie die Politik der USA und des Westens insgesamt verantwortlich.

Außerdem ist Juergensmeyer davon überzeugt, dass die zahlreichen terroristischen Gruppen, wie die muslimischen Separatisten in Kaschmir, die christlichen Religionskrieger in Nordirland oder die islamischen Revolutionäre im Iran über "verschiedene gemeinsame Merkmale" verfügen. Sie alle fühlten sich vom "modernen säkularen Nationalismus verraten". Sein Mitgefühl gilt dabei den iranischen Mullahs, deren menschenverachtendes Regime er verharmlost. Seine Ausführungen über die Entstehung der Iranischen Revolution, die führende Rolle der Mullahs im politischen System und die Verfassungsrealität im Iran in den letzten 30 Jahren könnten von der Propagandaabteilung der Revolutions-Wächter verfasst worden sein. Das Mullah-Regime beziehungsweise deren religiös-politische Herrschaft wird fälschlicherweise als eine typisch schiitische Tradition charakterisiert und so als legitime Herrschaft rechtfertigt.

Einseitige Betrachtung

Wie im Fall des Iran, so sind auch die übrigen Fallstudien in Juergensmeyers Buch oberflächlich und einseitig. Im Einzelnen gilt ihm die terroristische Tätigkeit islamistischer Gruppen, darunter Al Qaida, die sich für den islamischen Endsieg einsetzen, als das zentrale Beispiel für den globalen religiösen Krieg gegen den Westen. Tatsache ist jedoch, dass über eine Milliarde Muslime in Frieden leben, auch beteiligt sich keiner der islamischen Staaten an diesem globalen Krieg.
Der von Juergensmeyer herbei gezauberte neue Kalte Krieg des Westens gegen den Islam könnte abgewehrt werden, meint der Autor. Allerdings müssten dazu die toleranten Werte des Islam gegen seine rebellischen Extreme in Stellung gebracht werden. Dass "der Westen" keinen Krieg gegen den Islam führt, erfährt der Leser in Juergensmeyers Buch nicht. Der Soziologe hat offensichtlich die Sichtweise seiner zahlreichen islamischen Gesprächspartner allzu kritiklos übernommen.
Legitimer Vergleich

Im Unterschied zu den hysterisch-apokalyptischen Ausführungen Juergensmeyers betrachtet der Erfurter Politikwissenschaftler Kai Hafez, der zu den besten Kennern des Orients gerechnet werden kann, das Abrutschen der islamischen Welt in ein Zeitalter religiös motivierter Gewalt keineswegs als unausweichlich.

Der in der Fachwelt verbreitete Vergleich des gegenwärtigen Zustandes der Umma mit dem christlichen (Vor)-Reformationszeitalter ist legitim. Zu den konkreten Merkmalen gehören der Glaubenskrieg innerhalb der islamischen Konfessionen, der Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten im Irak, die Konflikte zwischen Säkularisten und Islamisten, zwischen gläubigen Muslimen und islamistischen Terroristen, zwischen Reformern und Konservativen. Dadurch kann die nicht-islamische Welt die Ereignisse in der Umma besser verstehen und bewerten. Hafez weist zu Recht darauf hin, dass bei einem Vergleich der historischen Entwicklungender Weltreligionen, sich die islamische Welt heute in einem sehr viel besseren Zustand befindet als das christliche Abendland damals. Mit Indonesien, Bangladesch, der Türkei und dem Libanon lebt immerhin ein großer Teil der Muslime in demokratischen Verhältnissen.

Auf der Suche nach Erklärungen für die politische Rückwendung zum Islam kritisiert Hafez den völkerrechtswidrigen und aussichtslosen "Krieg gegen den Terror" sowie die hegemoniale Politik der USA und Europas im Nahen und Mittleren Osten. Durchaus zu hinterfragen sind dabei seine Thesen über das modernisierende und emanzipatorische politische Potenzial des religiösen Fundamentalismus, darunter die aktuelle Welle des islamischen Fundamentalismus, dessen politische Rationalität er betont. Hier und nicht in seinen extremistisch-terroristischen Randerscheinungen, meint der Erfurter Wissenschaftler, verliefen die entscheidenden Bruchlinien, die zurzeit schwer zu deuten seien. In diesem Zusammenhang verweist er auf das Frauenwahlrecht in Ägypten, das bereits nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt wurde, also 20 Jahre früher als in Italien oder in Frankreich - und ein halbes Jahrhundert vor der Schweiz.

Zurückhaltend und argumentativ überzeugend korrigiert Hafez viele Klischees über die islamische Welt, die lediglich mit langsamerem Tempo in die Globalisierung aufgebrochen sei.

Mark Juergensmeyer: Die Globalisierung religiöser Gewalt. Von christlichen Milizen bis al-Qaida. Hamburger Edition, Hamburg 2009; 485 S, 35 €
Kai Hafez: Heiliger Krieg und Demokratie. Radikalität und politischer Wandel im islamisch-westlichen Vergleich. Transcript Verlag, Bielefeld 2009; 279 S., 25,80 €
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:50    Titel:

Tiere des Himmels
Weisheitsgeschichten aus dem Islam


REZENSION: Hanel

Mit, man möchte fast meinen, orientalischer Feinfühligkeit, islamischem Herz und europäischer Akribie hat Kathleen GÖPEL (Göbel) die wohl umfassendste Zusammenstellung über Tier relevante Texte aus dem islamisch, orientalischen Kulturraum in deutscher Sprache verfasst.
Dabei schöpft sie aus den reinsten und relevantesten Quellen:
dem Qur'an, den Ahadith, Texten von Ibn al Arabi, Rumi, Saadi, anderen Persönlichkeiten und aus den immer noch lebendigen Volkserzählungen und Märchen.

Über 150 kleine Geschichten, geschmückt mit schwarz-weiß Abbildungen und klassischen Kalligraphien verführen uns zum Träumen und führen den Leser zum Denken.
Eine Kostbarkeit welche nicht nur Einsicht schenkt in islamisch-orientalische Mystik, sondern auch eine beachtliche Bereicherung des Wissenstands zum Thema Islam darstellt.

Muhammad Michael Hanel
(stellvertretender Vorsitzender des Obersten Rates der
Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und offizieller Medienbeauftragter)

http://www.peacock-buchverlag.de/seiten/deshimmels.htm
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:52    Titel:


"Pubertät - Wenn Erziehen nicht mehr geht"
Partnerschaft anstatt Diktat - bestimmt ein guter Rat!,

29. März 2010 - M.M. Hanel

Rezension übernommen von: Pubertät - wenn Erziehen nicht mehr geht: Gelassen durch stürmische Zeiten (Gebundene Ausgabe)
http://www.amazon.de/gp/product/3466308712/ref=cm_cr_mts_prod_img

"Pubertät - Wenn Erziehen nicht mehr geht" ... so der Titel Jesper Juuls Buch ... so ist die Zeit der aufrichtigen Partnerschaft zwischen Eltern und Kindern angebrochen. So in etwa der gute Rat Jespers, dessen praktische Umsetzung er auch in seinem Buch kompetent zu erläutern versteht. Im ersten Teil, "Von Erziehung zu Beziehung" werden besonders kritische Bereiche im Umgang der Eltern mit ihren Kindern analysiert und nachvollziehbar dargestellt:

* gegenseitige Unterdrückung von Individualität und Handlungsfreiheit
* Grenzen zwischen Vernachlässigung und Unterdrückung
* Konflikte als Geschenk und Herausforderung
* Rolle der Eltern als verlängerter Arm des Staates oder als Sprachrohr und Anwälte ihrer Kinder

um nur einige zu nennen.

Im zweiten Teil beantwortet Jasper an ihn gerichtete Briefe, welche von teilweise verzweifelten Eltern an ihn gerichtet wurden. Es wird wohl kaum ein Elternpaar geben, welches sich nicht in einem dieser Briefe wiederzufinden und von Jaspers augenöffnenden Ratschlägen zu profitieren vermag.

Der dritte Teil ist ganz der dokumentierten Begleitung von 10 Familien gewidmet, welche in von Jesper behutsam betreuten Familiengesprächen zur jeweils individuellen und vor allem für ALLE Beteiligten zufriedenstellenden Lösungen ihrer zwischenmenschlichen Konflikte geführt werden.

Jesper Juuls Buch eine Fundgrube für Anleitungen, wie der "Blinde Fleck" in der jeweils eigenen Wahrnehmung anderer Familienmitglieder entdeckt werden kann und wie einfach es im Grunde sein kann, durch nur kleine bewusste Änderungen im Umgang miteinander, aktuelle Erziehungs- Beziehungsprobleme nicht nur kurzfristig zu lösen, sondern nachhaltig in einander bereichernde und kostbare Beziehungskomponenten zu verwandeln.

Liebe Eltern, lest dieses Buch - wenn möglich - BEVOR Eure Kinder die aufregende Phase der Pubertät erreicht haben. Profitieren werdet Ihr alle Eurer ganzes Leben davon!
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:53    Titel:

Ewige Weisheit - es gibt sie wirklich
http://www.amazon.de/Ewige-Weisheit-spirituellen-Schriftenreihe-West-%C3%B6stliche/dp/3466368871/ref=pd_rhf_p_t_1

Ewige Weisheit - in diesem literarischen Kleinod hat Willis Jäger, seines Zeichens Zen-Meister und Benediktinermönch ein Werk gewirkt, welches jeder, der auf sehnsuchtsvoller Suche nach dem Geliebten, nach dem wahrhaften Urgrund alles Seins aufgebrochen ist, gleichsam als "richtungsweisende Kompassnadel sich ans Herz zu heften" geneigt ist.

Kaum ein anderes, von Menschen geschaffenes Werk hat in dieser dichten Weise die Essenzen göttlicher Weisheit - aus verschiedensten religiösen Traditionen - in eine - dem Selbst - verständliche - Komposition gefasst, dessen Duft so süß an die Herrlichkeit über aller Herrlichkeit gemahnt. Dieses Büchlein ist ein wahrhaft kostbares Geschenk an den Menschen, bringt es doch sein Wesen zu freudig schwingendem Tanz mit universaler Harmonie.

Rezension: Hanel
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:54    Titel:

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Islam, Literatur, Sachbücher, Autoren, Ali Mete


„Die Prediger des Islam“ - Imame im Kampf gegen Extremismus

Mit seinem gerade erschienenen Buch „Die Prediger des Islam. Imame – wer sie sind und was sie wirklich wollen“ beabsichtigt Prof. Dr. Rauf Ceylan, Sozialwissenschaftler und Inhaber einer Professur für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Islamische Religionspädagogik an der Universität Osnabrück, über die Situation und Funktionen der rund 2000 Imame in Deutschland zu informieren. Denn es gebe kaum Literatur über diese bedeutenden Multiplikatoren, und die, die es gibt, stamme von sogenannten Islam-Experten, die keinen Kontakt zu Imamen hätten, sondern sich lediglich auf angelesenes Wissen stützen würden. Dem setzt Ceylan seine „eigenen empirischen Erfahrungen“ (S. 1Cool entgegen, die er in Gesprächen mit Imamen aller Couleur erworben habe.

Dies ist zu begrüßen, da es tatsächlich weder Literatur zum Thema gibt noch die Arbeit der Imame – wie auch der Moscheen – gewürdigt wird. Deshalb ist auch die Herangehensweise, nämlich in vielen Interviewzitaten Imame zu Worte kommen zu lassen, angebracht. Doch auch wenn Prof. Ceylan an zahlreichen Stellen die Bedeutung und den Einfluss der Imame innerhalb der Gemeinde deutlich macht, erweckt die Lektüre des leserlichen Buches eher den Eindruck, als handle es sich nicht vordergründig um die Darstellung der Situation und Probleme von Imamen, sondern vielmehr um die politische Frage, wie Imame im „Kampf gegen Extremismus“ (S. 181) und „demokratiefeindliche Strömungen“ (S. 178) sowie als Akteure der Integrationspolitik (S. 174f.) eingebunden werden können. Denn dem Autor zufolge habe die deutsche Politik es „konsequent vermieden, sich den wichtigsten Multiplikatoren in der muslimischen Community zuzuwenden: den Imamen, die doch ganz offenkundig an den Schalthebeln der Integration sitzen, eine entscheidende Rolle in den Gemeinden spielen und jährlich tausende muslimische Jugendliche unterrichten.“ (S. 173) Nur „wenige weitsichtige Politiker wie der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann oder der nordrheinwestfälische Integrationsminister Armin Laschet“ (S. 10) hätten die Bedeutung der Imame erkannt und Konsequenzen gezogen.



Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist es verständlich, weshalb das Kapitel über die Funktionen des Imams (S. 20-43) in der Gegenwart recht kurz geraten ist. Unter den Aufgaben des Imams werden hier das tägliche Gemeinschaftsgebet, die wöchentliche Freitagspredigt (insbesondere mit dem Hinweis, dass die Hutba auch als sicherheitspolitisches Mittel, etwa zur Deeskalation, genutzt werden kann, S. 32), die Unterweisung in der Rezitation des Korans, und die Betreuung der Gemeinde genannt und mal kürzer mal länger erläutert. Praktische Aufgabenfelder, bei denen – gerade aus integrationspolitischer Sicht – noch viele Versäumnisse vorhanden sind, wie der Totenwaschung oder der Seelsorge (Stichwort „Notfall- und Telefonseelsorge“) werden nur am Rande erwähnt. Ebenso wird der Islamunterricht – Ceylan bezeichnet ihn als Islamkurs – an den Wochenenden und in den Ferien auf den Koranunterricht reduziert, was nicht der Wirklichkeit entspricht. Der Koranunterricht ist nur ein Teil des Islamunterrichts in den Moscheen, wo in den meisten Fällen neben dem Imam auch andere Personen in die Bildungsarbeit eingebunden sind. Bleibt noch zu erwähnen, dass sich die meisten Imame auch um die Jugendarbeit einbringen – mehr oder weniger erfolgreich.



Entsprechend dem politisch motivierten Ansatz versucht der Autor in der Einleitung des Buches auf die Rolle der Religion und speziell der Imame zu Zeiten der neu gegründeten türkischen Republik einzugehen. Damit wird beabsichtigt, den soziokulturellen Hintergrund der heutigen in Deutschland maßgeblichen islamischen Religionsgemeinschaften zu erläutern, in denen die Imame zum allergrößten Teil tätig sind. So hätte Kemal Atatürk den Islam durch das 1924 gegründete „Diyanet İşleri Başkanlığı” als Mittel der Kontrolle und Unterordnung der Religion bändigen wollen. „Instrumentarium dafür sollten wiederum die Imame dienen.“ (S. 13) In diesem soziokulturellen Milieu seien dann Untergrund- und Oppositionsbewegungen entstanden, für die „die Arbeitsmigration in den 1960er Jahren nach Deutschland und in andere europäische Länder Freiräume bot.“ (S. 16) Außerdem hätten sich die „(nichtstaatlichen) Moscheen dem Einfluss des [türkischen] Staatsmonopols bezüglich der Definition von Religion entziehen und ein Selbstbestimmungsrecht erlangen können“ (S. 65), was vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Deutschen Islam Konferenz (DIK) fast schon sarkastisch erscheint.



Von den „Organisationen“ und „Verbänden“ – von Religionsgemeinschaften im Sinne des Selbstverständnisses der muslimischen Gemeinschaften zu sprechen, scheint dem herrschenden Diskurs in Deutschland zu widersprechen – bezieht Prof. Ceylan sich mehrere Male auf die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) und den Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ). Die DITIB bekommt ihre ausgebildeten Imame vom türkischen Staat und die VIKZ bildet sie selbst aus. Es bleibt jedoch offen, weshalb etwa die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) – mit immerhin 323 Moscheen in Deutschland – lediglich kurz vorgestellt wird (selbstverständlich mit dem Hinweis, sie werde als „islamistisch“ eingestuft), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD), einer der größten islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland sowie der Zentralrat der Muslime (ZMD) (außer in einem Interviewzitat) gar nicht erwähnt werden. Demgegenüber stellt der Autor die Föderation der Türkisch-Demokratischen Föderalistenvereine in Europa (FTDIE) und die Union der Türkisch-Islamischen Kulturverein (ATIB) sowie die „Nakschibendi-Gemeinschaft“ (S. 4Cool und die „Moschee- und „Kultur“-Vereine der Extremisten“ (S. 4Cool vor, welche jedoch nicht einmal eine einheitliche Repräsentationsstruktur besitzen bzw. bereits in andere „(Dach)Verbände“ eingebunden sein dürften.



So wie in der Türkei – der Islam in Deutschland sei eben türkisch geprägt – seien die Imame auch in diesen Organisationen die wichtigsten Informations- und Kommunikationskanäle. Deshalb würden sie die Zukunft des Islams in Deutschland prägen, denn „schließlich bestimmen sie mit, ob die jungen Muslime einen liberalen, konservativen oder extremistischen Islam vertreten werden.“ (S. 17) Alles steht und fällt also mit den Imamen!



An dieser Unterteilung – liberal, konservativ, extremistisch – orientiert sich dann auch die Kategorisierung der Imame. Ceylan unterscheidet zwischen traditionell-konservativen („Die Preußen unter den Imamen“, S. 51ff.), traditionell-defensiven („Von Medizinmännern und Exorzisten“, S. 79ff.), intellektuell-offensiven („Cogito et credo, ergo sum“ (Ich denke und glaube, also bin ich), S. 110ff.) und neo-salafistischen Imamen („Von Revolutionären und Dschihadisten“, S. 142ff.)



Traditionell-konservative Imame, laut dem Autor etwa 3/4 der Imame überhaupt, seien dogmatisch, der liturgischen Tradition verbunden, autoritätsgläubig, gehorsam, gottesfürchtig, aus religiöser Sicht tolerant und patriotisch. (S. 51) Zudem hätten sie Kommunikationsprobleme mit der Gemeinde, insbesondere mit den jüngeren Muslimen. Denn wie solle der Imam anderen helfen, wenn er – aufgrund seiner fehlenden Vorkenntnisse – selbst noch mit seinem „Kulturschock“ (S. 61) zu kämpfen habe? Sie könnten mit erzkonservativen katholischen Priestern verglichen werden, denn sie seien wert- und strukturkonservativ. (S. 73ff.) Die Scharia sei der Ansicht dieser Imame zufolge dazu da, ein sozial gerechtes System zu etablieren, weshalb Deutschland in ihren Augen in vielerlei Hinsicht vorbildhaft sei. (S. 76)



Traditionell-defensive Imame sind, genau wie die neo-salafitischen und die intellektuell-offensiven Imame eine Minderheit unter den Imamen. Diese sind türkisch-nationalistisch, apokalyptisch, okkultistisch, verschlossen und antiintellektualistisch. Obwohl sie eine unbedeutende Minderheit sind und sie laut Rauf Ceylan keine Zukunft haben (S. 179), widmet er 30 Seiten seines Buches, in denen er deren national-türkisches und apokalyptisches Verständnis von Türkentum und Religion („Das Türkentum ist unser Körper, der Islam unsre Seele.“, S. 80) sowie Exorzismuspraktiken erläutert.



Ähnlich verhält es sich mit den neo-salafitischen Imamen, auch „Extremisten“, „Dschihadisten“,„Radikale“ oder „Fundamentalisten“ genannt, so genannte „islamistische Rattenfänger“ (S. 139), die „eine in Prozent schwer einschätzbare Minderheit“ (S. 142) darstellten. Die Neo-Salafiten seien Gegner des Mainstream-Islams, führten ihr Dasein in Nischen und Enklaven und stellten sich gegen den weltanschaulich-religiösen Pluralismus. (S. 142) Diese Gruppierungen seien zumeist durch Abspaltungen entstanden. Konvertiten scheinen hierbei eine besondere, da schwer einschätzbare, Gefahr darzustellen. Die meisten dieser Imame hätten sich ihr Wissen autodidaktisch angeeignet, würden Religion politisieren und profanisieren, ferner würde sie eine nostalgisch geprägte Sehnsucht nach dem Goldenen Zeitalter haben und den Dschihad als kriegerische Option ansehen. (S. 143)



Im Verlauf seiner Darstellung erwähnt Rauf Ceylan zahlreiche dem islamisch-extremistischen Milieu zugeordnete Personen und Ereignisse: Kharidschiten, Osama bin Laden, Abdullah Azzam, Metin Kaplan, Abul A’la Mawdûdî, Muhammad Ibni Abdu’l Wahhab, Bekkay Harrach, Malik Nadal Hasan, Anwar al-Awlaki, Eric B., Sauerland-Gruppe, Kalifatstaat, al-Qaida, 11. September, usw. Um „die Jugendlichen vor dem Sumpf des Extremismus zu schützen“ (S. 138) müsse eine „sozial positive Kontrolle“ (S. 138) in der Gemeinde ausgeübt werden. Ferner bestehe die „Notwendigkeit der Kooperation mit staatlichen Behörden“ (S. 139) – also ganz im Sinne einer sicherheitspolitischen Zusammenarbeit, wie sie sich der als weitsichtig bezeichnete niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann auch vorstellt. Denn „die Grenze zwischen verbaler Radikalität und Gewaltanwendung aus einer religiös-ideologischen Überzeugung ist sehr schmal.“ (S. 153) Noch deutlicher wird der Autor, wenn er fragt: „Sicher, noch sind es nur Worte, aber wann werden sie wohl damit beginnen, ihre hegemonialen, expansionistischen Ambitionen umzusetzen?“ (S. 166)



Spätestens hier wird deutlich, weshalb Rauf Ceylan der kleinen Gruppe der neo-salafitischen, aber auch der traditionell-defensiven Imamen so viel Aufmerksamkeit schenkt. Obwohl der Autor Extremisten – zurecht – der Schwarz-Weiß-Malerei, Polarisierung und des Block-Denkens beschuldigt (S. 140), versucht er hier in Gegnerschaft zu den „Rattenfängern“ die Notwendigkeit der Fortbildung und Etablierung eines anderen Typs von Imam zu begründen, nämlich den intellektuell-offensiven. Im letzten Absatz des Buches findet sich folgende Erwähnung: „Nicht ohne Grund sind die extremistischen Kräfte unter den Muslimen gegen eine Imam-Ausbildung in Deutschland. Umso mehr müssen wir uns deshalb dafür einsetzen.“ (S. 189) Ob diese grob verkürzte Sicht für die Diskussion über eine Imamausbildung in Deutschland konstruktiv sein kann, scheint doch sehr fragwürdig zu sein.



Ein interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang ist ferner, dass etwa die Furcht vor dem Verlust der muslimischen Identität als „generelle oppositionelle Haltung der Neo-Salafiten gegenüber dem deutschen Staat und dem politischen System“ (S. 169) gesehen wird. Abgesehen davon, dass es ausschlaggebend ist, was genau unter muslimischer Identität verstanden wird, sollte gerade der sozialwissenschaftlich geschulte Autor wissen, dass die Furcht um die Identität kein vorgeschobenes Argument ist, welches dazu führt, „alle staatlichen Integrationsmaßnahmen bereits im Ansatz“ (S. 169) abzulehnen. Es ist vielmehr ein generelles Phänomen – aus der Innenperspektive der jeweiligen Gemeinschaft sogar ein Problem –, das nicht nur religiöse Minderheiten, sondern alle Minderheiten betrifft.



Ebenso interessant sind folgende Sätze, mit denen die neo-salafitische Position wiedergegeben werden soll: „Die lediglich vorgeschobene Religionsfreiheit und die liberale Haltung des deutschen Staates werden als ein Schritt im Gesamtplan einer untergründigen Assimilationspolitik aufgefasst. Zugeständnisse an deutsche Muslime wie der geplante Religionsunterricht werden vor diesem Hintergrund als eine weitere Strategie in der Auseinandersetzung mit dem Islam gesehen. Wenn ein politisches System, das darauf aus ist, Muslime zu diskriminieren und zu bekämpfen, auch noch Islamunterricht anbietet, dann können dahinter nur die Interessen dieses Systems stehen, nicht aber die der Muslime. Ähnlich wie der türkische Staat beabsichtigt auch der deutsche, den Islam zu kontrollieren.“ (S. 169) Ist es in puncto Integrationspolitik in Deutschland wirklich so abwegig, einen Assimilationsdruck zu konstatieren? Der Autor selbst verweist doch darauf, dass „in der deutschen Integrationspolitik [man] einst davon ausgegangen [ist], die erste Generation der türkischen Migranten werde ihre Kultur beibehalten, während sich die zweite Generation zwischen den Kulturen bewegen, die dritte Generation aber sich vollständig in die deutsche Gesellschaft assimilieren werde.“ (S. 91f.) Vor allem das Beispiel des islamischen Religionsunterrichts, der seit mehreren Jahrzehnten in Diskussion ist, scheint geeignet zu sein, um „die Interessen dieses Systems“ zu schildern. Denn spätestens vor dem Hintergrund der Erfahrung in der Deutschen Islam Konferenz sollte deutlich geworden sein, dass es den staatlichen Verantwortungsträgern beim islamischen Religionsunterricht nicht darum geht, den Bedürfnissen der Muslime entsprechend des verfassungsrechtlichen Rahmens nachzukommen, sondern um die Durchsetzung eigener Konzepte und Zielsetzungen, die von den muslimischen Verantwortungsträgern im besten Falle nur noch abgesegnet werden sollen.



Ferner versteht der Autor Dschihad als „Kampf gegen die eigenen Triebe“, als einen „Kampf gegen den „inneren Schweinehund“ (S. 165). Dies sei auch das Verständnis des „überwältigenden“ (S. 165) Teils der Muslime. Aus diesem Verständnis heraus kritisiert Ceylan etwa Abul A’la Mawdûdî, da dieser „den Dschihad ins Zentrum des Islam rückt“ (S. 166). Die Ansicht des Autors engt den Begriff des Dschihads jedoch ein, denn sie basiert auf der Ansicht, dass der „große Dschihad“ eben jene Autokontrolle sei, während der „kleine Dschihad“ als bewaffneter Kampf verstanden werde. Diese Ansicht wiederum basiert auf einem bekannten, aber umstrittenen Hadith. Doch auch wenn dieser Hadith abgelehnt und die Unterscheidung zwischen großem und kleinen Hadith nicht akzeptiert wird, ändert dies nichts an der Tatsache, dass der Dschihad im Zentrum des muslimischen Lebens steht, nämlich als eine Lebens- und Auffassungsweise, welche alle Anstrengungen umfasst, an jedem Ort und zu jeder Zeit, die zur Zufriedenheit Allahs führen. All diese Anstrengungen – und damit auch der gegen die eigenen Triebe – sind Teile des Dschihads. Dazu gehört in diesem Sinne auch, sich gegen soziale Ungerechtigkeit auszusprechen, seinen Verdienst auf erlaubtem Wege zu erarbeiten und nur Erlaubtes zu essen und zu trinken, in der Beziehung zu anderen Menschen Recht und Gerechtigkeit walten zu lassen und das Gute zu fördern. Kurz: Das Leben im Wohlgefallen von Gott zu bestreiten, heißt für den Muslim Dschihad.



Von all dem seien die intellektuell-offensiven Imame weit entfernt. Diese Kategorie von Imam gehört ebenfalls zur Minderheit unter den Imamen, stellt aber laut Autor immerhin 15 Prozent dar. Diese Imame seien intellektuell, rational-religiös, der Tradition gegenüber kritisch eingestellt, würden ein dynamisches und modernes Religionsverständnis vertreten, seien kosmopolitisch und setzten sich für eine Neuinterpretation der Quellen ein. Bei ihnen ginge es mehr um die Inhalte der Koranverse, anstatt um das Rezitieren und Memorieren, Idschtihâd (eigenständische Rechtsentscheidung) spielt eine große Rolle, Taklîd (Nachahmung) wird von ihnen vermieden. (S. 110ff.) Als „moderner Visionär“ und „geistiger Mentor“ (S. 116) dieses Typs von Imam gelte Muhammad Asad, aber auch René Guenon, Frithjof Schuon und Martin Lings könnten als Vorbilder für die europäischen Muslime genannt werden. Schließlich darf nicht vergessen werden, dass die intellektuell-offensiven Imame den Einfluss der Wahhabiten, insbesondere auf die muslimische Jugend, fürchten, gegen das es „mit Koran und Grundgesetz“ (S. 135) vorzugehen gelte. Diese meist jungen Imame gelte es in den Gemeinden zu mehr Einfluss zu verhelfen. Dies sei nämlich schwierig, da sie mit den selben strukturellen Problemen zu kämpfen haben, wie alle anderen Imame. Dies wiederum führe zur „Auswanderung“ der Imame und Gleichgesinnter aus den Gemeinden und zur Bildung von Parallelstrukturen.



Zugespitzt formuliert, lautet die Botschaft also: Wenn man möchte, dass aus den konservativen Imamen keine abergläubisch defensiven oder extremistischen Imame werden, müssen die intellektuell-offensiven Imame gestärkt werden. Die Fort- und Ausbildungsmaßnahmen sollten diesen Typ Imam fördern. „Manche Islam-Experten wie etwa Bülent Ucar von der Universität Osnabrück gehen daher sogar so weit, langfristig ein Einreiseverbot für Imame aus dem Ausland zu verlangen.“ (S. 178)



Als Fazit bleibt festzuhalten: Arbeiten über Imame sind willkommen und notwendig. Erforderlich ist weiterhin die Fort- und bestenfalls akademische Ausbildung von Imamen. Auch die muslimischen Religionsgemeinschaften stehen in der Pflicht, insbesondere die finanzielle und qualitativen Missstände in puncto Beschäftigung und Imamausbildung anzugehen. Es ist auch durchaus denkbar, dass mit einer akademischen Verwurzelung des Islams an den deutschen Universitäten neue theologische Ansätze entstehen. Doch all dies – und das ist das entscheidende – darf nicht im Hinblick auf integrationspolitische oder gar sicherheitspolitische Zielsetzungen geschehen, quasi „im Namen des Staates“ über die Köpfe der Muslime und ihrer Gemeinschaften hinweg. Vielmehr müssen die Imame in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben entsprechend den Bedürfnissen der muslimischen Gemeinde in angemessener Weise wahrnehmen zu können, auch diese dient dem Gemeininteresse.



Rauf Ceylan, Die Prediger des Islam. Imame - wer sie sind und was sie wirklich wollen, Verlag Herder, 1. Auflage, April 2010, 192 Seiten, 12,95 Euro, ISBN 978-3-451-30277-0
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:54    Titel:

Das westliche Vermächtnis

http://muslim-generation.de/?p=236

„Betrachten Sie sich einmal eine Karte des Irak und vergleichen Sie diese mit einer Karte von Deutschland. Nun blicken Sie bitte auf Syrien und die Nordgrenze Saudi-Arabiens [...], auf Ägypten, Libyen, Algerien, Mauretanien und Sie werden aus dem Staunen nicht herauskommen. Verglichen mit unserem Deutschland scheinen die Landesgrenzen geradezu mit Bleistift und Lineal gezogen worden zu sein. Es scheint nicht nur so, es ist auch so.“

Mit diesen Worten stimmt der Autor Muhammad Sameer Murtaza in seinem Vorwort zur mittlerweile vierten Auflage den Leser auf sein Werk „Lawrence von Arabien und die Neugestaltung des Nahen Ostens“ ein. Schnell wird klar: Dieses Buch handelt nicht nur einfach von der Biographie einer berühmten geschichtlichen Person, sondern auch zugleich von den Ursprüngen des heutigen Nahostkonfliktes.

T.E. Lawrence! Im Westen zum Idol geformt und gefeiert als „Lawrence von Arabien“. Murtaza zeichnet jedoch in seinem Buch auch die tragische Seite von ihm ab. Als uneheliches Kind hatte er in der Ständegesellschaft Großbritanniens keine Aussicht auf Erfolg, selbst als patriotischer Brite nicht. Sein Interesse an mittelalterlichen Burgen führt ihn dann 1909 nach Arabien um dort eine Studienreise zu vollziehen. Für die britische Regierung diente er jedoch immer mehr als Spion. Lawrence Bewunderung für die arabische Lebensweise und Umgangsart hält ihn dennoch nicht auf, die dortige Bevölkerung wie eine Schachfigur für die Machtpläne Großbritanniens zu behandeln. Geschickte und kalkulierte Anfreundungen mit den Führern und die jeweilige Unterstützung durch britische Gelder machen ihn zu einer Schlüsselfigur beim arabischen Aufstand. Unabhängigkeit und Freiheit für die Araber, wenn sie sich vom Osmanischen Reich trennen würden. Das sind die Zusicherungen, die Lawrence gibt, trotz seines Wissens, dass sie wohl nie absolute Freiheit zugesprochen bekämen.

Denn Arabien wird durch das Sykes-Picot-Abkommen in Besatzungszonen von Franzosen und Briten aufgeteilt. Ein kleines Territorium bleibt international, welches der Zionistenbewegung geradezu in die Hände fällt und zu einem der lang andauernsten blutigen Konflikte der Weltgeschichte führt. Gegen Ende seiner Zeit in Arabien beginnt auch Lawrence das kaum vorstellbare Ausmaß seines Verrats zu erkennen. Seither plagt ihn eine tiefe Schuld. Spätere Versuche, das Geschehene zurechtzubiegen, scheitern. „[Die Zeit,] als der Orient noch biegsam genug war, [ist] vorbei. [...] Das Metall war nun erkältet und der Guss misslungen.“ Statt ein genügsames Leben in seiner Heimat zu führen, bevorzugt T.E. Lawrence lieber sich selbst zu bestrafen und dient als einfacher Soldat unter falschem Namen, anstatt sich als Held in seinem Vaterland feiern zu lassen.

Murtaza will es jedoch nicht bei der Rekonstruktion des Geschehenen belassen. Im Anschluss führt der Autor noch eine Debatte zur neuen Friedenspolitik an. In ihr verdeutlicht er vor allem potentielle Risikofaktoren für zukünftige Kriege, wie z.B. der Rohstoffmangel. Ein gemeinsamer Weltethos müsse gefunden werden, so Murtaza. Ohne den wird unmoralisches Verhalten als machtpolitisches Instrument weiterhin an der Tagesordnung stehen und Spuren wie den Nahostkonflikt würden auf der ganzen Welt hinterlassen werden.

Dieses Buch zu „Lawrence von Arabien“ ist kein Gewöhnliches. Neben der kritischen Auseinandersetzung mit dem Vergangenen befasst es sich auch mit den notwendigen Konsequenzen für die Zukunft. Es weist auf die Notwendigkeit der kritischen Betrachtung der internationalen Politik hin und versucht zugleich ein bisschen mehr den Ursprung des Nahostkonflikts zu erklären. Hin und wieder wünschte man sich vielleicht etwas mehr Kommentare seitens des Autors neben den etlichen Zitaten, die zu Lawrence angebracht werden. Doch ist es vielleicht gerade das, was von Nöten ist, um eine gewisse Objektivität zu bewahren und die Tragik einer einzelnen Person und gleichzeitig eines ganzen Volkes darstellen zu können.



http://muslim-generation.de/?p=236#more-236
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:55    Titel:

08.03.2010 Bücher: Dr. Murad Hofmann über Mathias Rohes Werk zum islamischen Recht
"Beitrag zur Versachlichung der Debatte"
Quelle: http://www.islamische-zeitung.de/?id=13081


(iz) Der Christ Mathias Rohe (49), Inhaber des Erlangen-Nürnberger Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung sowie Gründungsmitglied der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG), ist für hiesige Muslime ein Glücksfall; denn dank langer Studien im Nahen Osten kennt er das islamische Recht wie kein zweiter und stellt es vorurteilslos dar - sowohl in seiner Entwicklung in der Frühzeit, im Mittelalter und bis auf die Neuzeit als auch mit umfangreichen Studien der jetzigen Situation in Indien, Kanada und Deutschland. Dabei weist er in größtem Detail nach, dass das islamische Recht - ohne in Beliebigkeit zu zerrinnen - so pluralistisch und anpassungsfähig wie das europäische ist. In beiden Rechtskreisen gilt: "Wo zwei Juristen, da drei Meinungen." Damit trägt Rohe durch Versachlichung zur Entkrampfung der öffentlichen Islam-Diskussion bei.

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Rohes präzise, umsichtige und fundierte Darstellung (mit 2.627 Endnoten) ist für Juristen ein wahrer Genuss. Wichtig ist dabei, dass Rohe im Gegensatz zu Joseph Schacht und Bilderstürmern à la Kalisch von der hohen Verlässlichkeit der mündlichen Überlieferung im Islam ausgeht. Nichtjuristen mögen allerdings mit der juristischen Lehrbuchdiktion (einschließlich geläufiger römisch-rechtlicher Zitate in Latein) einige Schwierigkeiten haben.

Dass Gott alleine Gesetzgeber sei, hält Rohe zu Recht ohne inhaltliche Aussagekraft, zumal ohne Auslegung schlichtweg kein Recht angewendet werden kann. Auch weist er zutreffend darauf hin, dass sich das von Muslimen praktizierte Recht stark von dem publizierten Juristenrecht unterscheiden konnte. Der Autor verweist mehrfach lobend auf die Islamische Charta des Zentralrats der Muslime in Deutschland, weil er dem ordre public in Europa, also der lokalen Rechtsordnung, grundsätzlich Gültigkeit für die hiesigen Muslime einräumt.

Rohe, Das Islamische Recht - Geschichte und Gegenwart, 2. Aufl., C.H.Beck: München 2009, 606 S., gebunden, 39,90 Euro, ISBN 978-3-406-57955-4. (Unter dem gleichen Titel waren bereits Bücher von Said Ramadan [2. Aufl. 1996, Genf] und Tilman Nagel [2001, Göttingen] erschienen.)
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:57    Titel:

Das islamische Recht: Geschichte und Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Rezension. Muhammad HANEL


wurde Mathias Rohes Buch, "Das Islamische Recht" 2009 als eines der 6 lesenswertesten Bücher ausgewählt. Mit gebotener wissenschaftlichen Distanz, herausragender fachlicher Kompetenz und bemerkenswertem persönlichem Engagement und Liebe zum erhellenden Detail ist dies wohl das gelungenste Werk eines Nicht-Muslims, Geschichte, Inhalte, innere Zusammenhänge, die Quellen, Anwendungsmethoden und Bedeutung islamischen Rechts darzustellen.

Aufbau, Stil und Wortwahl machen dieses Buch nicht nur Juristen leicht verständlich, sondern jedem am Thema wirklich interessierten Laien, sei er nun selbst Muslim oder nicht.

Differenzierte Darlegung und Erläuterung geben sowohl jenen einen - auch aus muslimischer Sicht - korrekt geeichten und deshalb geeigneten Maßstab an die Hand, welche meinen, die westliche Welt vor der "Übernahme" durch islamisches Recht beschützen zu müssen, wie auch jenen, welche - nicht nur - die westliche Welt vor der Vereinnahmung durch populistische Verführer jeglichen Couleurs zu bewahren suchen.

Dieses Buch IST eine kostbare Bereicherung interkultureller Wissenschaft und beinahe unverzichtbares Werkzeug für professionelles und deshalb erfolgversprechendes interreligiöses Wirken.
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:58    Titel:

[center]WARUM TÖTEST DU, ZAID

Jürgen TODENHÖFER

Buchbesprechung von M.M.H.
Gleich vorne weg:
"Ihr Muslime und andere Friedfertige, kauft dieses Buch und schenkt es Euren Nachbarn".

Oder druckt wenigstens die 10 Thesen und deren Begründungen aus und verteilt diese. [/center]



Beginnen wir mit der formellen Analyse dieses, in jeder Hinsicht bewegenden und berührenden Buches.

336 Seiten insgesamt, davon ein umfangreicher Quellennachweis mit 36 Seiten und 68 Bilder;
57 Seiten sind dem Alten Testament, den Evangelien und dem Jüngsten Testament, dem Qur'an (Tafsir von Amir Zaidan und Murad Hofmann) in Hinblick auf die wahren Werte der Religionen gewidmet.

Der letzte Satz des Buches lautet: WARUM TÖTEST DU, BUSH?

Gewidmet hat J. TODENHÖFER das Buch den Menschen im Irak und all jenen, welche auf der Suche nach der Wahrheit – nicht nur in Religion und Politik – sind.

Sein "etwas anderes" Vorwort beginnt er mit einem Zitat aus dem Alten Testament, der Thora (Sirach 4.27 f.) -
Zitat:
"Unterwirf dich nicht den Toren, nimm keine Rücksicht auf den Herrscher. Bis zum Tod setz dich ein für das Recht! Dann wird der Herr für dich kämpfen" –

um dann mit der Geschichte des Märchenerzählers aus Damaskus, seiner persönlichen Geschichte in Hinblick auf die Anschläge in Algerien in den 60er Jahren, von seinem Marsch von Pakistan nach Afghanistan, seinen Reisen in den Iran, Israel, in die USA, usw. fortzufahren.

Der Hauptteil des Buches handelt von seiner Reise in den IRAK in 2007 und der Kontaktnahme zum irakischen Widerstand, um herauszufinden, was WIRKLICH dort vor sich geht. Der gesamte Autorenerlös aus dem Verkauf dieses Buches hilft verletzten irakischen Flüchtlingskindern und finanziert ein Projekt, das der Versöhnung von Israelis und Palästinensern hilft.

Zaid, der einundzwanzigjährige Widerstandskämpfer lässt gleich zu Beginn seine Einstellung für viele Iraker (vielleicht sogar die Mehrheit der Muslime überhaupt?) sprechen:
Zitat:
"Für die USA sind wir alle Terroristen. Die machen keinen Unterschied zwischen Terroristen, die Zivilisten ermorden und echten Widerstandskämpfern, die für die Freiheit ihres Landes kämpfen … Wir sind in ihren Augen nichts wert. Wenn sie mich kriegen, werden sie meine ganze Familie umbringen …"

Im weiteren Verlauf erfährt der Leser über das wahre Verhältnis von Sunniten und Schiiten innerhalb des irakischen Widerstands, über die Rolle der Selbstmordattentäter, die ¾ aus dem Ausland kommen, über die Rolle der Politiker und deren Milizen, die der Geheimdienste und die Rolle der amerikanischen Propaganda und dem amerikanischen Informationsmonopol.

Der ungehemmte Blick auf die wirkliche Taktik des irakischen Widerstands wird den westlichen Leser wohl sehr überraschen.

Im traurigen Kapitel "Zaids Geschichte" hört der Leser von der "effizienten" amerikanischen Gefangenenverwaltung, welche nicht wenig dazu beiträgt, für den irakischen Widerstand zu rekrutieren, den Zuständen in den irakischen und amerikanischen "Regierungsgefängnissen und den in diesen Häusern gepflegten "Sexualpraktika".
Intellektuelle und spirituelle Reife wird den Irakern durch das Dogma des Generals Geoffrey MILLER vermittelt:
Zitat:
"… man müsse die irakischen Gefangenen wie Hunde behandeln. Man dürfe ihnen nie erlauben zu glauben, sie seien etwas Besseres."

Selbstverständlich fehlen nicht Informationen über die Wirtschaftsentwicklung, welche das amerikanische Bombardement zugunsten der Geschäftemacher herbeigeführt hat. Eine 60 cm hohe Kochgasflasche kostete vor dem Krieg 12 Cent. Nun kostet sie 20 Dollar. Da lacht das Herz jedes Kapitalisten!

Die einzelnen, persönlichen Berichte der gemeinsam kämpfenden muslimischen und christlichen Widerstandskämpfer geben nicht nur Einblick auf die prognostizierte Entwicklung des Widerstandskampfes (geschätzte 100.000 Widerstandskämpfer werden die Amerikaner und deren Söldner über kurz oder lang zum Abzug zwingen), sondern auch in deren zutiefst verletzte Herzen und gequälte Seelen.

Klar erkannt, einer der Hauptursachen des Terrorismus auf Seite 104:
Zitat:
"nicht Not oder Armut, sondern die totale Aussichtslosigkeit, einen als zutiefst ungerecht empfundenen Zustand nicht mit legalen Mitteln beseitigen zu können."

Wie das Gegenmittel lautet, lesen Sie auf Seite 105.
Und:
Zitat:
"… die menschenverachtende Art, die große Teile der westlichen Welt seit zweihundert Jahren mit der muslimischen Welt umgehen. Man darf Völker nicht ständig demütigen…"

Im Kapitel "Zaids Brüder", werden wir mit Big Brothers implementiertem System und Zaids persönlichem Werdegang vertraut gemacht; mit dem Anlass, der einen freundlichen, wirklich friedfertigen Studenten zur Waffe greifen lässt. Die von den Irakern nicht unterstützte Rolle der Al-Qaida und deren permanente Ablehnung wird eindrucksvoll dokumentiert, wie auch die hochinteressante dahinter liegende Strategie der Selbstmordattentate. Und auch der Punkt wird nicht übersehen, an welchem
Zitat:
"nationaler Widerstand nicht nur Recht ist, sondern zur Pflicht wird."

Das Nachwort bringt LUKAS 6:41 in Erinnerung und Edward PECK, den stv. Vorsitzenden der Terrorismus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, der die Schwierigkeiten schildert, eine brauchbare Definition für Terrorismus zu erarbeiten:
Zitat:
"Wir haben sechs Terrorismus-Definitionen vorgelegt. Sie wurden alle abgeschmettert. Bei sorgfältigem Lesen stellte sich jedes Mal heraus, dass die USA selbst in derartige Aktivitäten verwickelt waren."

Auch der Historiker und Politiker Alexis de TOCQUEVILLE (1835) und Samuel HUNTINGTON und manch anderer (z.B. NAPOLEON Bonaparte, "Bomber HARRIS", etc.) kommen zu Wort.
Zitat:
"Hat man beim Anblick der Vorgänge in der Welt nicht den Eindruck, dass der Europäer für den Menschen anderer Rassen das ist, was der Mensch für die Tiere bedeutet? Er macht sie seinem Dienst untertan, und wenn er sie nicht mehr unterjochen kann, vernichtet er sie." A.d.T.

Zitat:
"Der Westen hat die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen, seiner Werte oder Religion erobert, sondern durch seine Überlegenheit beim Anwenden organisierter Gewalt. Westler vergessen diese Tatsache sehr oft, Nicht-Westler nie." S.H.

Leute, lest dieses Buch und lernt, wie Nicht-Westler – also der ÜBERWIEGENDE Teil der Menschheit denkt! Vielleicht wird dann jenes gerechte, menschliche Verständnis möglich, ohne welches es keinen Frieden auf TERRA geben KANN!

BUSH – warum TÖTEST DU?
Und welchen Grund haben SIE wirklich – ihn dabei zu unterstützen?
Zitat:
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
LUKAS 6:41


(Siehe auch: http://www.gsiw.ch/newsletter16.htm#Todenhoefer
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:59    Titel:

"Studienbuch einer lebenden esoterischen Schule"
von Reshad FIELD
http://www.amazon.de/review/R1IAAL50KPJ1NV/ref=cm_cr_rdp_perm

Reshad Field führt in seinem, vom Chalice Verlag herausgegebenem "Studienbuch einer lebenden esoterischen Schule" den Leser unaufdringlich, doch deswegen auf nicht weniger eindringliche Art und Weise auf einen Erkenntnisweg, um die wesentlichen Sinnfragen menschlichen Lebens aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten und in Folge bewusst auf die, aus dem eigenen Inneren aufsteigenden Antworten zu hören.
Mit seinem, ganz ihm eigenen Charme breitet Reshad Field universales Wissen vor dem inneren Auge seiner Leser aus, welches durch besonders konzipierte und im Detail beschriebene Übungen seine Wirksamkeit im Außen zu entfalten vermag.

Moderne Leser, welche sich mit verschiedenen spirituellen oder religiösen Wegen befasst haben – seien dies die Lehren ägyptischer Mysterienschulen, über die Traditionen der großen Weltreligionen, bis hin zu den von Carlos Castanada beschrieben Lehren Don Juans – werden sich dem Gefühl direkt angesprochen zu werden, nicht entziehen können, sondern mit Erstaunen erkennen, wie das Absolute – al Haqq – das alles Verbindende, sich durch alle relative Schöpfung tatsächlich erfahren lässt.

Ganz der Tradition islamischer Mystik verbunden, vermag Reshad Field als kundiger Führer auf dem "Weg des Sufis" all jenen, welche als Weggefährten sich ihm vertrauensvoll anzuschließen gewillt sind, die Richtung zu weisen, in ewiglich bereit gestelltes göttliches Wissen einzudringen.

Der zweisprachige Aufbau des Buches (links das englische Original – rechts die deutsche Übersetzung) verleiht dem Buch eine bemerkenswerte Komplexität und Dichte. Nicht unerwähnt möchte ich an dieser Stelle lassen, dass ich niemals zuvor eine kürzere und treffendere Beschreibung jenes Phänomens gelesen habe, welches "Hölle" genannt wird.
Und doch ist es die Liebe, vereint mit demütig ergebenem Geist, welche einzig und allein die Seele aus ihrem, auf sich selbst fixierten Schlaf zu bewusstem Leben erweckt.
So lehrt es dieses Studienbuch, um im zweiten Band diese Studien zu vertiefen und die durch Übung und die Gnade Gottes erworbene Praxis zu verbreitern und zu verfeinern.

Rezension: Hanel
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BeitragVerfasst am: Sa 05 Apr, 2014 08:59    Titel:

Die innere Arbeit, Band I: Studienmaterial einer lebenden esoterischen Schule
von Reshad Feild


Seele erwache !

Reshad Field führt in seinem, vom Chalice Verlag herausgegebenem "Studienbuch einer lebenden esoterischen Schule" den Leser unaufdringlich, doch deswegen auf nicht weniger eindringliche Art und Weise auf einen Erkenntnisweg, um die wesentlichen Sinnfragen menschlichen Lebens aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten und in Folge bewusst auf die, aus dem eigenen Inneren aufsteigenden Antworten zu hören.
Mit seinem, ganz ihm eigenen Charme breitet Reshad Field universales Wissen vor dem inneren Auge seiner Leser aus, welches durch besonders konzipierte und im Detail beschriebene Übungen seine Wirksamkeit im Außen zu entfalten vermag.

Moderne Leser, welche sich mit verschiedenen spirituellen oder religiösen Wegen befasst haben - seien dies die Lehren ägyptischer Mysterienschulen, über die Traditionen der großen Weltreligionen, bis hin zu den von Carlos Castanada beschrieben Lehren Don Juans - werden sich dem Gefühl direkt angesprochen zu werden, nicht entziehen können, sondern mit Erstaunen erkennen, wie das Absolute - al Haqq - das alles Verbindende, sich durch alle relative Schöpfung tatsächlich erfahren lässt.

Ganz der Tradition islamischer Mystik verbunden, vermag Reshad Field als kundiger Führer auf dem "Weg des Sufis" all jenen, welche als Weggefährten sich ihm vertrauensvoll anzuschließen gewillt sind, die Richtung zu weisen, in ewiglich bereit gestelltes göttliches Wissen einzudringen.

Der zweisprachige Aufbau des Buches (links das englische Original - rechts die deutsche Übersetzung) verleiht dem Buch eine bemerkenswerte Komplexität und Dichte. Nicht unerwähnt möchte ich an dieser Stelle lassen, dass ich niemals zuvor eine kürzere und treffendere Beschreibung jenes Phänomens gelesen habe, welches "Hölle" genannt wird.

Und doch ist es die Liebe, vereint mit demütig ergebenem Geist, welche einzig und allein die Seele aus ihrem, auf sich selbst fixierten Schlaf zu bewusstem Leben erweckt.

So lehrt es dieses Studienbuch, um im zweiten Band diese Studien zu vertiefen und die durch Übung und die Gnade Gottes erworbene Praxis zu verbreitern und zu verfeinern.

Rezension Hanel
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